Gran Canaria 2017

von Nicole Detsch erstellt am 25.10.2017

Als großer Kanaren Fan habe fast alle Inseln bereist, nur Gran Canaria fehlte noch. Nun war es endlich soweit! Ich machte mich auf, den Miniaturkontinent zu entdecken. Am besten erkunden kann man die Insel mit einem Mietwagen. Wie die meisten Touristen hatte auch ich im Süden mein Hotel bezogen. Somit fährt man vom Süden der Insel auf der Autobahn GC-1 in Richtung Las Palmas und besichtigt die interessanten Städte der Insel. Wenn man die Autobahn Richtung Teror verlässt,  wird die Landschaft mit jeder Kurve, und davon gibt es eine Menge, immer grüner. Es gibt ein paar Sehenswürdigkeiten, z. B. die Wallfahrtskirche „Nuestra Señora del Pino“. Die Häuser an der Hauptstraße sind der am besten erhaltene Straßenzug von klassischer kanarischer Bauweise auf Gran Canaria.

Unbedingt sollten Sie einen Abstecher nach Firgas nehmen. Der Ort war und ist für seine Wasserquellen bekannt. Selbst heute wird das Mineralwasser auf den gesamten kanarischen Inseln vertrieben. 1995 entwarfen mehrere spanische Künstler im Stadtkern den Paseo de Gran Canaria - eine Promenade mit aufwändiger Kachelkunst. Im unteren Teil werden die 21 Gemeinden Gran Canarias mit jeweils einer eigenen Keramikbank dargestellt. Im oberen Teil befinden sich die 7 kanarischen Inseln, ebenfalls in Keramik.

Weiter geht es nach Arucas, eine größere Stadt mit dem typischen Flair einer spanischen Kolonialstadt. Der alte Stadtkern mit der neugothischen Kathedrale ist sehenswert. Der letzte Stop der Tour ist Las Palmas. Hier gibt es einige Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale, das Mueso Canario, eine Markthalle und vieles mehr. In Richtung Norden darf ein Ausflug nach Agaete nicht fehlen. Die  Iglesia de la Concepción ist eine alte Pfarrkirche, die 1875 errichtet wurde. Ein kleiner Tipp: Im Huerto de las Flores (Blumengarten) gibt es verschiedene schöne Pflanzen zu sehen, Achtung er ist nur von 9.00-13.00 Uhr geöffnet!

Mein Lieblingsort auf Gran Canaria ist Puerto des las Nieves. Hier  kann man die wilde Kraft des Meeres spüren. Der Atlantik ist tiefblau, die Luft sehr frisch und die Wellen sind hoch. Im Hintergrund ragt die westliche Steilküste Gran Canarias empor. Es ist atemberaubend! Es gibt einige Restaurants mit großartigem Ausblick, in denen man gut Fisch essen kann. Die gemischte Fischplatte, Parillada de pescado ist eine empfehlenswerte Spezialität.

Im Süden befinden sich die großen Touristenzentren mit den langen Stränden. Die Dünen von Maspalomas sind ein beliebtes Fotomotiv. Sie erstrecken sich zwischen Maspalomas und Playa del Ingles auf über 4 Quadratkilometern und sind ein geschütztes Naturschutzgebiet. Fährt man im Süden nach Richtung Westen, erreicht man den Ort Puerto de Mogan. Neben einem kleinen Sandstrand gibt es hier einen Yachthafen, der recht belebt ist. Puerto de Mogan besitzt mit den kleinen Häusern einen ganz eigenen Charme und wird nicht umsonst als Venedig Gran Canarias bezeichnet.

Selbstverständlich ist Gran Canaria auch ein Wanderparadies. Die Bergwelt zeigt sich in vielen Höhenzügen, die unterschiedlich erodiert sind.  Das höchstgelegenste und schönste Dorf Gran Canaria heißt Tejeda und gehört wegen der grandiosen umliegenden Berglandschaft zum absoluten Pflichtprogramm! Von Tejeda aus kann man hervorragend die abgelegene Bergwelt Gran Canarias erkunden. Vor allen Dingen natürlich das „Wahrzeichen“, den 1813 Meter hohen Roque Nublo, den Wolkenfels. Auf den verschiedenen Aussichtsplattformen und Picknickplätzen in schwindelerregender Höhe sieht man über den Wolken den majestätisch gelegenen Teide von der Nachbarinsel Teneriffa. Hoffentlich ist die Sicht einigermaßen klar, damit man das Erlebnis auf einem schönen Foto festhalten kann!

Fazit:  Trotz einiger schrecklicher Bausünden im Süden, diese Insel hat so viel zu bieten!  Weiche Sandstrände, große Dünen, wüstenhafte Canyons, malerisch abgelegene Bergdörfer, große Städte, die Kultur der Guanchen und die leckere kanarische Küche.
Neugierig geworden? Dann schauen Sie vorbei….ich habe noch viele Tipps für Sie!

Für Sie geschrieben von Nicole Detsch

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