Zu Fuß durch die Wachau

von Annett Schönfeld erstellt am 02.12.2016

Auf unserer Flusskreuzfahrt im September 2014 passierten wir die Wachau und konnten uns auf einem Ausflug von der Schönheit dieser Region überzeugen. Zu diesem Zeitpunkt war klar, wir kommen wieder! 2 Jahre später - im September 2016 war es soweit. Im Vordergrund stand der Wunsch, die liebliche Landschaft entlang der Donau mit Ihren Weinhängen, Marillen, Burgen & Ruinen intensiv zu entdecken – und das am besten zu Fuß.
 
Dieses Mal wollten wir nicht wie sonst von einem Standort aus die Umgegend erkunden, sondern haben uns für ein Teilstück des Weitwanderweges Welterbesteig Wachau entschieden. Die Übernachtungen wurden vorgebucht, der Gepäcktransfer vom Veranstalter organisiert.

Auf eines hatten wir keinen Einfluss – das Wetter – aber auch das enttäuschte uns nicht. Bei Bilderbuch-Herbstwetter nahmen wir die 3 Etappen in Angriff. Die Anreise erfolgte nach Krems und für die erste Übernachtung war das Hotel „Zum goldenen Engel“ gebucht. Hier durfte unser Auto für die nächsten Tage bleiben, während wir ausgestattet mit einem ausführlichen Routenbuch unserem ersten Ziel – Dürnstein – entgegen wanderten. Zuerst nach Stein an der Donau und dann immer bergan durch die Weinberge ging es bis zur Donauwarte. Auf Waldwegen liefen wir weiter über Egelsee und Hengelwand  zur Fesslhütte. Nach einer kleinen Stärkung stand die Dürnsteiner Kanzel auf dem Programm. Ein Abstecher der sich auf jeden Fall lohnt. Von hier oben hat man wohl einen der spektakulärsten Ausblicke auf die Donau & Dürnstein. Dann hieß es hinab ins Tal. Wir wählten den anspruchsvolleren Weg über den Vogelbergsteig. Teilweise ist der schmale Pfad mit Seilsicherungen versehen und führte vorbei an bizarren Felsformationen, durch lichte Eichen- und Buchenwälder und gab immer wieder den Blick auf die Ruine Dürnstein frei. Im Ort angekommen bezogen wir unser Zimmer im Hotel-Restaurant „Sänger Blondel“. Das Wetter war so traumhaft schön, dass wir am Nachmittag über den Eselsteig gleich noch zur Ruine emporgestiegen sind.

Der Tag 2 unserer Tour auf dem Welterbesteig Wachau begann mit der Fährüberfahrt nach Rossatz. Vorbei an unzähligen Weinstöcken führte der Weg später stetig aufwärts auf Waldwegen Richtung Seekopf. Nach gut 70 Minuten erreichten wir einen kleinen, idyllisch gelegenen See mit einem gemütlichen Picknickplatz. Wir legten eine Pause ein, ließen uns die Sonne ins Gesicht scheinen und lauschten dem Vogelgezwitscher. Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten, aber der Berg ruft. Denn von hier aus war es nicht mehr weit bis zur Aussichtswarte auf dem Gipfel. Über Leitern kletterten wir auf den hölzernen Turm und wurden mit einem grandiosen Panoramablick belohnt. Noch ein kurzer Abstecher zur Hirschwand und dann schlängelte sich der Pfad talwärts durch die Steinige Ries nach St. Lorenz. Mit der Rollfähre setzten wir nach Weißenkirchen, unserem heutigen Tagesziel, über. Nach dem Check In im familiär geführten Hotel „Donauhof“ schlenderten wir noch ein wenig durch den romantischen Winzerort, der von einer mächtigen gotischen Wehrkirche überragt wird. Auch der Genuss kam auf unserer Reise nicht zu kurz. Während  einer Verkostung bei einem Heurigen probierten wir uns durch die unterschiedlichen Weine der Region. Lecker!

Und schon sind wir bei der 3. Etappe unserer Tour angekommen. Auf einer gemütlichen und zugleich abwechslungsreichen Wanderung legten wir die Strecke zwischen Weißenkirchen und Spitz zurück. Unser Hotel „Goldenes Schiff“ erreichten wir am frühen Nachmittag. Es befindet sich am Fuße des 1000 Eimer Berges, nur wenige Gehminuten vom Ortskern entfernt. Ein Ausflugstipp in Spitz ist die nahezu tausendjährige Wehranlage – Ruine Hinterhaus.

Den Abschluss unserer Wandertour krönte die Rückfahrt mit dem Schiff von Spitz nach Krems bei mildem Herbstwetter und strahlendem Sonnenschein. So konnten wir die Region nochmal aus einer anderen Perspektive Revue passieren lassen.

Für uns war diese individuelle Wandertour mit Gepäcktransfer eine Premiere. Und wir sind begeistert! Diese Tour bietet eine ausgewogene Kombination aus Bewegung  und Genuss und das entlang einer der bezauberndsten Flusslandschaften Europas.

Ich empfehle diese Route Wanderfreunden, die in  Ruhe durch die Natur streifen und ihre Schönheit entdecken wollen, ohne sich dabei durch allzu lange Strecken oder gewaltige Höhenmeter zu überfordern.

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten im Urlaub aktiv unterwegs zu sein - egal ob zu Fuß oder mit dem Rad, ob als individuelle oder geführte Reise.
Gern bin ich Ihnen bei der Recherche & Buchung behilflich!

Für Sie geschrieben von

Annett Schönfeld

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