Damavand mit Jörg Stingl - ab 3199,- €

Auf dieser Reise besichtigen Sie zum Auftakt die quirlige Hauptstadt und Millionenmetropole Teheran. Nach dem kulturellen Auftakt besteigen Sie in 2 Tagen den Hausberg von Teheran, den 3.961 Meter hohen Mount Tochal. Danach fahren Sie weiter in Richtung Norden, denn Ihr nächstes Ziel ist die Besteigung des Alam-Kouh im Alborz-Gebirge. Vom Basislager aus starten Sie zu einer Eingehtour auf den nahen 4.256 Meter hohen Lashgarak und über die technisch leichte Südroute erreichen Sie einen Tag später den Gipfel des 4.850 Meter hohen Alam-Kouh. Über eine landschaftlich reizvolle Route fahren Sie anschließend zum Kaspischen Meer. Hier haben Sie die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im größten Binnengewässer der Erde. Weiter geht die Reise in den östlichen Teil des Alborz-Gebirges bis zum Bergdorf Reineh oder Pulor. Diese liegen am Fuße des 5.671 Meter hohen Damavand. Bestens akklimatisiert und an die Höhe angepasst, startet der letzte bergsteigerische Höhepunkt. Mit ständigem Blick in Richtung Gipfel führt diese technisch leichte, landschaftlich sehr reizvolle Südroute durch herrlich duftende Gebirgswiesen und vorbei an schwefelhaltigen Gesteinsbrocken bis zum Dach des Iran und Orients. Gratulation und Berg Heil!

Ihr Reiseverlauf:

1. Tag: Anreise
Flug von Deutschland nach Teheran. Transfer zum Hotel. Übernachtung. (-/-/-)

2. Tag: Teheran
Ganztägige Stadtbesichtigung durch die moderne Metropole, die zu Füßen des Tochal Berges 3944 m liegt. Hier leben vielen Kulturen wie Muslimische Iraner, Kurden, Türken, Juden, Armenier und Assyrer friedlich beieinander. Im Gegensatz zu den klassischen Städten wie Isfahan, Hamadan oder Yazd tritt Teheran erst spät ins Licht der Geschichte. Nur wenige Bauten haben die Modernisierung der Großstadt durch Reza Shah überlebt. Dennoch lohnt eine Besichtigung der Paläste vergangener Dynastien, Museen und Parks. Auf dem Programm stehen der Saudabad-Palast, die Ostad-Motahari-Moschee, das Nationalmuseum und der Azadi-Turm, welcher unserem Jahrhundert entstammt und das Wahrzeichen von Teheran ist. Ein Abstecher in den quirligen Imam Hauptbasar schließt die Stadtbesichtigung ab. Am Abend wird Sie Ihr Reiseleiter gern noch in die Teehäuser im kühleren Norden begleiten. Übernachtung im Hotel. (F/-/A)

3. Tag: Mount Tochal
Nach dem Frühstück erfolgt der Transfer vom Hotel zum ca.1800 m hohen Ausgangspunkt Ihrer ersten Gipfeltour auf den Hausberg von Teheran, den 3961 m hohen Mount Tochal im Alborz-Gebirge. Der Aufstiegsweg ist gut ausgebaut, verlangt jedoch Trittsicherheit und einige Felsblöcke müssen überwunden werden. Nach ca. 5-6 h gemütlicher Wanderung erreichen Sie die einfache Übernachtungshütte Shirpala Shelter auf ca. 2750 m Höhe. Achtung hier nur Mehrbettzimmer, es sind keine Doppel- oder Einzelzimmer vorhanden. In der Hütte kann man Getränke kaufen. (F/M/A)

4. Tag: Mount Tochal
Nach dem Frühstück starten Sie heute sehr zeitig in Richtung des Gipfels. Nach ca. 5 h erreichen Sie den fast 4000 m hohen Mt. Tochal und genießen einen schönen Blick auf die gigantische Millionenmetropole Teheran sowie den Rundblick auf das Hochland von Iran. Nach ausgiebiger Gipfelrast und Beweisfotos, steigen Sie über die Nordseite bis nach Shahrestanak ab (weitere 5-6 h), von wo Sie mit den Fahrzeugen via Marzanabad nach Rudbarak (2300 m) gebracht werden, dem Ausgangspunkt für Ihre nächsten Trekkingtage. Kurz vor Shahrestanak sehen Sie noch Überreste vom alten Shah Sommer-Palast aus dem 19. Jahrhundert. Angenehmer Nebeneffekt der Bergtour ist natürlich auch die bessere Höhenanpassung für die weiteren Bergtouren. Die Fahrzeit beträgt ca. 3 h und geht durch eine schöne und einsame Gebirgslandschaft. Übernachtung in Rudbarak in einem Lokalhaus. (F/M/A)

5. Tag: Aufstieg Hezarchal
Am Morgen fährt man (stehend auf der Ladefläche) ca. 15 km (1,5 h) zum Ausgangspunkt der Trekkingtour nach Vandabon oder, je nach Straßenbedingungen, weiter bis Teigh-e galou (3257 m).
Von hier beginnt die Wanderung von 2-3 Stunden durch eine faszinierende Landschaft nach Hezarchal 3770 m. Das Gepäck wird mit Mulis transportiert – Sie tragen nur den Tagesrucksack. Ihre Zelte schlagen Sie auf einer schönen Wiese, umrahmt mit den vielen Viertausendern, auf. (F/M/A)

6. Tag: Lashgarak
Heute haben Sie die Möglichkeit, den 4256 m hohen Lashgarak zu besteigen. Zuerst müssen 2-3 kleine Bäche übersprungen und kleine Schneefelder gequert werden, bevor es über einen Schotterweg zum Gipfel hinauf geht. Nach ca. 3 h ist es geschafft und man genießt von dem großen Gipfel einen schönen Blick zum 4850 m hohen Alamkouh und seiner Vasallen. Wer den Gipfel nicht mit besteigen möchte, kann entweder einen Ruhetag einlegen oder kleine Wanderungen in der Umgebung unternehmen. Übernachtung im Zelt. (F/M/A)

7. Tag: Alamkouh
Zeitig werden Sie geweckt (7:30 Uhr geht es los), denn heute steht die Besteigung des zweithöchsten Berges Irans auf dem Programm. Der Weg führt über die technisch leichte Südroute auf Schotter und Fels, stellenweise müssen einige kleine Schneefelder gequert werden, linker Hand befindet sich der Khersan-Gletscher und rechter Seite (teilweise verdeckt) die Überreste des Marjikesh-Gletschers. Nach ca. 5-6 h ist es endlich geschafft! Sie stehen auf dem schönen aber brüchigen Gipfel und genießen den schönen Rundblick über das Alborz-Gebirge. Sie blicken hinab in die steilen Aufstiegsrouten von der Nordseite des Berges und, mit etwas Wetterglück, glitzert im Osten der König Damavand mit seiner weißen Haube. Nach ausgiebiger Gipfelrast erfolgt der Abstieg (3 h) über die Aufstiegsroute zurück zum Camp. Übernachtung im Zelt. (F/M/A)

8. Tag: Rudbarak
Rückkehr nach Vandabon (ca. 5 h) bzw. Teigh-e Galou (ca. 1,5 Stunden). Danach Rückfahrt (stehend auf der Ladefläche) nach Rudbarak. Übernachtung im Lokalhaus. Am Nachmittag besteht die Möglichkeit zu einem Stadtbummel. (F/M/A)
 
9. Tag: Kaspisches Meer
Frühstück und danach Weiterfahrt zum Damavand. Die Fahrt führt vorbei am Kaspischen Meer. Wir werden am Meer einen kurzen Badestopp einlegen. Hier am Meer herrscht ein völlig anderes Klima als im übrigen Land, denn bedingt durch die fast 6000 m aufragende Kette des Alborz-Gebirges, welches die Küstenregion vom restlichen Land abtrennt, ist hier wesentlich feuchter und das Klima subtropisch. Hier findet man eine vielfältige Vegetation, dichte Wälder und viel Landwirtschaft (z.B. Reis oder Zitrus-Plantagen). Anschließend geht es dann teilweise durch eine enge Schlucht weiter nach Polur 2250 m, einem Städtchen am Südwest-Fuß des Damavand. Von hier aus können Sie den ersten überwältigenden Blick auf den Berg genießen. Der Damavand 5671 m ist nicht nur der höchste Berg des Irans sondern des gesamten Orients. Übernachtung in einem Gästehaus oder der Mountain-Föderation (Mehrbettunterkunft, keine Doppelzimmer oder Einzelzimmer möglich!). Fahrzeit ca. 7 Stunden. (F/M/A)

10. Tag: Damavand: Aufstieg zur Bargah-Sevon-Schutzhütte
Heute stehen Sie sehr zeitig auf. Zuerst fahren Sie mit dem Fahrzeug (teilweise stehend auf der Ladefläche) über viele Serpentinen bis zur Saheb-al-Sahman-Moschee auf 3020 m Höhe. Unterwegs stoppen Sie, denn es bieten sich schöne Motive mit dem Berg und herrlichen Wiesen an (je nach Jahreszeit). Hier am Ausgangspunkt zu Ihrer Besteigung treffen Sie auch die Muli-Treiber, die Ihr Gepäck transportieren werden (nicht benötigtes Gepäck kann vor Ort deponiert werden). Wie weit Sie mit den Fahrzeugen vorwärtskommen, hängt stark von dem Zustand der Bergstraße (einfache Schotterpisten) ab. Nachdem das Fahrzeug uns verlassen hat, schultern Sie Ihr Tagesrucksack auf und beginnen mit dem stetigen Aufstieg (ca. 1100 m). Nach ca. 5 h erreichen Sie die neu errichtete Berghütte Bargah-Sevon auf ca. 4200 m Höhe. Sie übernachten entweder in dem Schlafsaal der Berghütte (Reservierung nicht möglich) oder, bei Überfüllung, in den mitgebrachten Zelten. Übernachtung Hütte oder Zelt. (F/M/A)

11. Tag: Damavand: Gipfeltag
Am frühen Morgen brechen Sie zu Ihrem Gipfelsturm auf. Gegen 3 Uhr ist Wecken angesagt und um 4 Uhr starten Sie zum Gipfel. Der Damavand bedeutet im Persischen „frostiger Berg“ und auch Sie müssen sich warm anziehen, denn es herrschen auch im Sommer am Gipfel Temperaturen weit unter 0 Grad und es ist teilweise mit starkem Wind zu rechnen. An einigen wenigen Stellen kann es notwendig werden, in den Fels zu greifen. Unter Umständen muss auch mal ein Altschneefeld gequert werden. Gleich beim Start empfiehlt es sich, noch Gamaschen anzulegen. Ab einer Höhe von 5100 m spüren Sie erste Schwefeldämpfe und es wird deutlich, dass Sie an einem Vulkan unterwegs sind. Der Berg ist nicht mehr aktiv, aber dennoch spürt man noch seinen Atem. Nach ca. 6-7 Stunden stehen Sie dann glücklich auf dem höchsten Punkt des Vulkans Damavand und genießen einen grandiosen Rundumblick. Nach ausgiebiger Gipfelrast erfolgt der Abstieg über die Aufstiegsroute bis zur Berghütte Bargah-Sevon. Hier wird noch einmal übernachtet und es wird der Blick auf den bezwungenen Damavand genossen. Übernachtung Hütte oder Zelt. Gehzeit Aufstieg ca. 6-7 h/Abstieg ca.3-4 h/Auf-und Abstieg 1500 HM. (F/M/A)

12. Tag: Teheran
Zeitiger Abstieg bis zur Saheb-al-Sahman-Moschee auf 3020 m Höhe, dem Ausgangspunkt der Bergtour (3 h). Sie können sich Stolz auf die Schulter klopfen, denn Sie haben den höchsten Berg des Orients bezwungen. Der Höhenunterschied vom Fuß des Berges bis zum Gipfel beträgt ca. 4700 m. Nach Verabschiedung der Mulitreiber und Bergführer fahren Sie zurück in die quirlige Hauptstadt Teheran. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung. Wer möchte, kann noch einen Abstecher zum Basar unternehmen. Ihr Reiseleiter hilft Ihnen bei der Organisation. Übernachtung im Hotel. Fahrzeit ca. 3-4 h/Abstieg ca.2-3 h. (F/M/A)

13. Tag: Rückreise
Transfer zum Flughafen und Rückflug in die Heimat. (F/-/-)