Polarlichter im Blick: Expeditionsreisen 2026/27 mit Hapag-Lloyd Cruises

06.05.2026 | Marko Ullmann

Für die Wintersaison 2026/27 setzt Hapag-Lloyd Cruises die Expeditionsreisen in den Norden Europas von Hamburg aus fort: Mit Fokus auf arktische Natur, Winter-Outdooraktivitäten, nordische Kultur und die Beobachtung der Polarlichter, während die beiden Schwesterschiffe HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit auf der Südhalbkugel die Antarktis erkunden. Zwei Reisen der HANSEATIC nature werden dabei an saisonale Bedingungen angepasst. Ziel bleibt ein verlässlicher, gut planbarer und zugleich intensiver Expeditionswinter.

Von Oktober 2026 bis April 2027 kreuzt das kleine Expeditionsschiff mit maximal 230 Gästen durch den winterlichen Norden Europas. Alle Routen starten und enden in Hamburg und ermöglichen eine direkte An- und Abreise. Das Programm umfasst sieben Polarlichtreisen, eine Adventsroute durch die winterliche Ostsee mit Stopps in Stockholm und Kopenhagen, drei Lappland-Reisen bis nach Kemi am nördlichen Bottnischen Meerbusen und eine Reise bis hoch nach Vaasa, wenn die Ostsee aus dem Winterschlaf erwacht. Die Nordland Reisen ergänzen das polare Winterprogramm der beiden Schwesterschiffe, die in der Antarktis auf Expeditionsreisen gehen werden.

Die Polarlicht-Routen der HANSEATIC nature führen entlang der norwegischen Fjordküste in enge Schärenlandschaften und tief eingeschnittene Fjorde, die nur ein kleines Expeditionsschiff erreicht, bis hinauf zum Nordkap. Ziele wie die Lofoten, der Geirangerfjord oder Alta prägen das klassische Nordlandbild, während Tromsø, das „Tor zum Eismeer“, Einblicke in das Leben nördlich des Polarkreises bietet. Im Mittelpunkt steht die Aurora borealis: Dank erhöhter Sonnenaktivität sind die Chancen auf intensive Polarlichter besonders gut, die am klaren Nachthimmel und fernab künstlicher Lichtquellen oft direkt vom offenen Deck aus zu beobachten sind. Ergänzt wird das Programm durch Winteraktivitäten für jedes Fitnesslevel: Hundeschlittentouren durch die Stille der Polarnacht, Schneeschuhwanderungen durch verschneite Landschaften, Saunagänge am Fjord oder Kajakfahrten im Spezialanzug. Besuche in Eishotels sowie kulturelle Formate an Bord und an Land runden das Erlebnis ab.

Ergänzend dazu fährt die HANSEATIC nature dreimal bis hoch nach Kemi. Der Bottnische Meerbusen gilt im Winter als Geheimtipp: An Land stehen aktive Erlebnisse wie Schneeschuhwanderungen, Hundeschlittentouren und Begegnungen mit der Kultur der Samen im Mittelpunkt, mit etwas Glück unter dem Leuchten der Polarlichter. Zwei Reisen der Nordlandrouten werden an veränderte Eis- und Saisonbedingungen im Bottnischen Meerbusen angepasst. Eine neu konzipierte Ostsee-Expedition verbindet Schweden, Finnland und das Baltikum bis an die jeweilige Eisgrenze. Eine weitere Route nutzt stabilere Eisfenster im Saisonverlauf und ermöglicht flexibel gestaltete Expeditionstage in der Bottensee und Bottenwiek. Die Anpassungen reagieren auf deutlich veränderte Eisverhältnisse im Bottnischen Meerbusen. Nach mehreren sehr kalten Wintern hat sich die Vereisung dort verstärkt. Außerhalb der Monate Januar und Februar lässt sich das Gebiet selbst für polartaugliche Expeditionsschiffe wie die HANSEATIC nature nicht mehr zuverlässig befahren. Zusätzlich greifen strengere Vorgaben, da Eisbrecher in dieser Zeit die Versorgung der Region sichern.

Für Polarlicht-Spotter und Liebhaber des hohen Nordens bietet die Wintersaison 2026/27 eine besondere Gelegenheit. In der darauffolgenden Saison pausieren die Skandinavienreisen. Die HANSEATIC nature nimmt dann Kurs auf wärmere Gewässer und steuert den westlichen Indischen Ozean an: Zu Inseln, Atollen und abgelegenen Küsten rund um Madagaskar und die Seychellen, als warme Ergänzung zum bisherigen Winterprogramm im Eis. (Bildquelle: Hapag-Lloyd Cruises)

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