Zugang statt Oberfläche: Wie Hapag-Lloyd Cruises Expedition im Indischen Ozean vertieft
Mit der Ergänzung des Expeditionswinters 2027/28 um warme Routen im Indischen Ozean setzt Hapag-Lloyd Cruises geografisch neue Akzente. Im Zentrum steht ein inhaltlicher Anspruch: Expedition bedeutet hier Erlebnis mit Tiefgang. Ziel ist es, einzutauchen in diese tropischen Destinationen, deren pittoreske Kulisse als Synonym für Reiseträume steht. Es geht darum, hinter diese Schönheit zu blicken und die komplexen Natur- und Kulturräume zu erfahren. Mit kleinen Expeditionsschiffen, interdisziplinären Expertenteams und einem konsequent wissenschaftlich begleiteten Reiseansatz versteht der Anbieter für Luxus- und Expeditionskreuzfahrten Expedition dabei als intensive Auseinandersetzung mit ökologischen, geologischen und kulturellen Zusammenhängen – unabhängig von der Temperatur. „Zugang statt Oberfläche bedeutet für uns: nicht nur sehen, sondern verstehen“, sagt Isolde Susset, Managing Director Hapag-Lloyd Cruises. „Gerade warme Destinationen werden häufig auf Ästhetik reduziert. Unser Anspruch ist es, wissenschaftliche Tiefe mit unmittelbarem Naturerlebnis zu verbinden. Wir blicken hinter die Postkartenmotive, erklären, wie Atolle entstehen, warum Madagaskars Tierwelt zu über 80 Prozent endemisch ist oder welche Rolle Mangroven-Ökosysteme im globalen Klimasystem spielen. Expedition heißt, Zusammenhänge erfahrbar zu machen.“
Die zehn Warmwasser-Expeditionen der HANSEATIC nature sind als intensive Erlebnisreisen auf See konzipiert mit einem großen Fokus auf Zodiac-Anlandungen und -Rundfahrten, so wie die Expeditionsgäste von Hapag-Lloyd Cruises es unter anderem auch von den polaren Expeditionsreisen kennen. „Expedition ist für uns keine Frage der Temperatur, sondern eine Haltung“, so Susset. „Ob im Eis oder im Warmen. Entscheidend ist die Bereitschaft, sich intensiv mit einer Destination auseinanderzusetzen.“ Ein bis zu 16-köpfiges Expeditionsteam begleitet jede Reise – darunter Meeresbiologen, Ornithologen, Geologen, Ethnologen oder Botaniker. Vor jeder Anlandung finden Briefings im HanseAtrium statt, bei denen Lebensräume, Artenvielfalt oder historische Kontexte eingeordnet werden. Nach Rückkehr an Bord werden Beobachtungen gemeinsam ausgewertet, ergänzt durch Fachvorträge und Diskussionsrunden.
Im Aldabra-Atoll etwa, einem streng geschützten UNESCO-Weltnaturerbe, geht es nicht allein um die Begegnung mit Riesenschildkröten, sondern um die Einordnung isolierter Evolutionsprozesse und die Fragilität geschlossener Atollsysteme. An Madagaskars Ost- und Nordküste stehen die Besonderheiten einer seit Jahrmillionen isolierten Flora und Fauna im Mittelpunkt. Dazu gehören verschiedene Lemurenarten, Chamäleons und seltene Pflanzen, die sich über Millionen von Jahren entwickeln konnten, weil die Insel lange Zeit vom Rest der Welt isoliert war. Auch Korallenriffe und Lagunensysteme der Seychellen werden sowohl besucht, als auch im Kontext mariner Biodiversität und globaler Klimadynamiken erklärt.
Die Expeditionsschiffe HANSEATIC nature, HANSEATIC inspiration und HANSEATIC spirit wurden gezielt für anspruchsvolle Routen konzipiert. Die Größe der Schiffe ist dabei kein Selbstzweck, sondern Voraussetzung für diese Form der Expedition. Mit nicht mehr als 230 Gästen, geringem Tiefgang, eigener Marina am Heck des Schiffes und 17 bordeigenen Zodiacs sind flexible Anlandungen in Kleinstgruppen möglich, unabhängig von Hafeninfrastruktur und angepasst an lokale Regularien sensibler Schutzgebiete. Im Indischen Ozean bedeutet dies konkret, dass auch schwer zugängliche Küstenabschnitte Madagaskars oder entlegene Atolle der Seychellen, die zum Teil stark zugangsbeschränkt sind, als respektvolle Besucher unter Einhaltung aller behördlicher Genehmigungen angelaufen werden können. Tagesprogramme werden situativ an Tierbeobachtungen, Wetterbedingungen oder wissenschaftliche Schwerpunkte angepasst. (Bildquelle: Hapag-Lloyd Cruises)
Alle Kreuzfahrtnews in unserer Facebook-Gruppe: www.facebook.com/groups/schiffahoi
Für Sie geschrieben von
Marko Ullmann
