Ungarn

von Iris Ullmann erstellt am 27.11.2018

Traditionen soll man aufrechterhalten und weiterleben. So hat es auch im Jahr 2018 wieder einer Abschlussfahrt gegeben. Und heuer führte uns die Reise ins wunderschöne Ungarn, genauer gesagt an das Wahrzeichen Ungarns schlechthin, dem Plattensee.

In den frühen Morgenstunden des 14. Septembers begann unsere Reise. Nach und nach fühlte sich der Bus immer mehr bis alle 40 Teilnehmer der diesjährigen Gruppenreise an Bord waren. Über die tschechischen Metropolen Prag und Brünn führte uns der Weg auch an die slowakische Hauptstadt Bratislava vorbei. Wir überquerten die Donau und schenkten der Burg Bratislavas einen Blick. Nun war auch schon unser Ziel nicht mehr weit entfernt. Stets begleitete uns gute Laune und die Vorfreude auf eine unvergessliche Woche. Vorbei an einer der ältesten ungarischen Städte, Vezsprem, erreichten wir unser komfortables 3* Hotel Annabella in Balatonfüred. Ein wahres Schmuckstück, welches zwar etwas in die Jahre gekommen ist,  aber schon teilweise neuen Glanz erhält. Doch Service wie Umgang mit so viel Liebe und Warmherzigkeit hat über manche kleinere Flecken mehr als hinweggetröstet.  Nun begann unsere aufregende Entdeckerzeit.

Am 2. Tag  erkundeten wir die Stadt Balatonfüred mit einer Stadtrundfahrt und besuchten einen typisch  ungarischen Markt. Mit Handwerk und kulinarischen Köstlichkeiten  zogen sich unsere Bahnen durch  die Gassen und auch das ein oder andere andenken durfte nicht fehlen. Am Nachmittag ging es für uns in den Nachbarort nach Sümeg. Dort erlebten wir mittelalterliche Ritterspiele, die uns sehr beeindruckten. Mit viel Herz, Leidenschaft und Auge für das Detail erlebten wir ein atemberaubendes Schauspiel vergangener Künste hoch zu Ross. Anschließend besuchten wir eine traditionelle Weinkellerei. Zur Begrüßung gab es für uns einen Palinka, einen typisch ungarischen Obstbrand. Gestärkt ging es nun den tiefen Treppen in das Kellergewölbe hinunter, um viele spannende Eindrücke zur ungarischen Weinkunst und Geschichte zu erfahren. Den Tag ließen wir mit einem deftigen Ritteressen bei feinster Hausmannskost ausklingen.     

Am nächsten Tag  durfte natürlich ein Ausflug zum ehrwürdigen Balaton nicht fehlen. Unser Ausflug begann im Fährort  Tihany. Das kleine Fischerdorf, das mit seinem Charme einen ganz besonderen  Reiz versprüht und zu den schönsten Orten des Plattensees gehört, ist bekannt für seine kleinen urigen Fischgasthäuser. Diese nutzen auch ein paar Mitstreiter von uns aus, um sich genüsslich zu stärken. Aber auch die vielen Andenkenläden haben zum verweilen eingeladen.

Ein rundum  toller Tag neigte sich dem Ende und die Vorfreude auf den nächsten Tag war schon greifbar. Einmal das traditionelle Leben der Magyaren erleben. Genau das stand für uns heute auf dem Programm. Die Puszta zeigte uns viele handwerkliche und kulinarische  Einblicke. Mit feinsten Tropfen ungarischer Weine und schmackhaften Palatschinken hieß man uns herzlich willkommen, eh wir den absoluten Höhepunkt unsere Ausflugs erleben durften. Dies ist eine Kutschfahrt und Pferdevorführung nach ungarischen Gebrauch gewesen. Beeindruckend für viele Gäste war der sehr pflegsame und liebende Umgang der Kutscher mit Pferden. Zum Mittag stärkten wir uns landestypisch in der Csarda mit traditioneller Zigeunermusik. Aus dem feurigen Topf gab es eine intensive Suppe und dazu servierte man uns besten Braten und Beilagen. Da kam Stimmung auf. Am Nachmittag hieß es für uns wieder Abfahrt Richtung Hotel, wo wir uns für den Abend vorbereiteten. Mit einer schillernden Dampferfahrt über Balaton ließen wir das Tanzbein zu den besten Hits schwingen. Ein Genuss für jeden Teilnehmer. Durchaus etwas geschafft nachdem langen Tag, stand aber schon der nächste Punkt auf dem Programm. Und mit dem Gedanken an dem Besuch der Blumenstadt Kaposvar war der Gedanke des erschöpft seins wie verflogen. Bei herrlichsten Wetter tätigten wir einen Stadtspaziergang durch das Städtchen der Region Südtransdanubien. Mit vielen neuen Entdeckungen reicher zogen wir weiter nach Böszénfa. Das kleine Örtchen, unscheinbar aber vertraulich zu gleich, hat uns mit seiner Gastfreundschaft eingeladen. Highlight war hier aber eine natürliche Hirschfarm. Der Besuch zog vor allem unsere männlichen Gäste in den Bann. Selten zu vor kam man einem Hirsch so nah. Nach dem Ausklingen ließen wir den Tag mit einer entspannten Kutschfahrt durch die ungarische Prärie mit Blick auf dem Deseda-See, dem längsten künstlichsten Fluss Ungarns ausklingen. Da wir ein zeitliches Polster hatten, konnten wir uns noch selbst von feinsten Wildspezialitäten überzeugen.

Am vorletzten Tag besuchten wir das Oberland des Balatons. Genauer gesagt hieß unser Ziel das Badacsony-Gebirge. Hier nahmen wir an einem typischen Weinlesefest und parallel dazu an einem Fischerfest teil. Erst bestaunten wir die ungarische Kunst des Weinlesens und durften dann sogar selbst in typischer Manier Hand anlegen. Gemeinsam füllten wir so die Körbe mit den süßen Weintrauben und  durften uns entsprechend unseres Lohns leckeren Fisch aus den Tiefen des Plattensees schmecken lassen: gebraten oder frisch vom Grill. Unsere Kulinariker und Feinschmecker kamen hier voll und ganz auf ihre Kosten. Dazu noch ein gutes Glas Wein, welches uns gereicht wurde. Hier erlebten wir das authentische Ungarn mit all seinem Herz und der Leidenschaft für das Leben. Den späten Nachmittag verbrachten wir dann auf dem vom Hotel reservierten Strandabschnitt. Egal ob an Land oder zu Wasser, jeder fand hier seine persönliche Glückseligkeit und Ruhe. Doch dann lachte uns die magyarische Sonne das letzte Mal am Horizont über den Plattensee an und wir wussten, morgen ging es wieder für uns in die Heimat.

Mit vielen tollen, interessanten und unvergesslichen Eindrücken ungarischer Kultur und Tradition ging es für uns nach Hause. Vorbei an der Alpenrepublik Österreich und dem Freistaat Bayern raste die Zeit wie im Fluge an uns vorbei und wir waren wieder in unserem geliebten Sachsen.

Fast schon wehmütig und etwas traurig verabschiedeten wir uns voneinander, aber schon mit dem Gedanken an das nächste Jahr, wo wir uns alle gesund und mit bester Laune an der masurischen Seenplatte wiedersehen werden, gingen wir alle mit einem Lachen auseinander. Haben Sie auch nun auch Lust und Interesse  bekommen, unsere jährliche Abschlussfahrt zu begleiten? Dann können Sie sich gern bei mir melden. Ich stehe Ihnen  mit Rat und Tat für eine Beratung zur Verfügung und verspreche Ihnen eine unvergessliche Zeit.

Für Sie geschrieben von Iris Ullmann

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